Was ist Kenpo?

Ich wünschte, ich hätte darauf eine Antwort, die kurz und prägnant ist – und trotzdem korrekt. Kenpo ist in Deutschland nicht sehr bekannt. Ich habe Kenpo zum ersten mal in einer Übertragung der Budo Gala aus Paris gesehen und war direkt fasziniert. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon jahrelange Erfahrung in diversen Kampfkünsten und auch mehr als einen schwarzen Gürtel und Instructor Scheine – aber sowas hatte ich noch nicht gesehen.

Die Bewegungen waren fließend. Keine Bewegung war bedeutungslos. “Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts weiteres mehr hinzufügen kann, sondern wenn nichts mehr da ist, das entfernt werden könnte.” Die Bewegungen gingen effizient ineinander über. Das Ende der ersten Bewegung war der Startpunkt der nächsten. Das nennt man, wie ich später erfahren durfte “Economy of motion” – Bewegungsökonomie

Nach dieser Demonstration habe ich mich im Umgehört und nach einer Kenpo Schule gesucht.Und ich hatte Glück: Es gab eine in meiner Gegend. Naja, wenn man Gegend etwas großzügiger auslegt. Die nächsten Jahre war ich dann bis zu 5 mal in der Woche 90 Minuten im Auto unterwegs um zum Kenpo Training zu kommen.

Und selbst heute, nachdem meine Prüfung zum Kenpo Schwarzgurt auch schon Jahre in der Vergangenheit liegt, habe ich noch immer Probleme, Kenpo kurz zusammenzufassen.

Kenpo ist ein komplettes System

Im Kenpo werden unter anderem Fäuste, Ellenbogen, Handkanten, Fingerstiche, Knieschläge und Tritte benutzt. Hebeltechniken sind ebenfalls im Programm und werden von Anfang an mit vermittelt. Würfe im Sinne wie man es vom Ringen und Judo kennt sind im Kenpo eher selten. Es gibt allerdings durchaus auch  diverse Methoden um Gegner kontrolliert vom Stand in die Bodenlage zu bringen. Je weiter man kommt, um so mehr Kontaktmanipulation findet man im System. 

Eine gute Aussage für den Anfang ist: Man schlägt viel, hebelt häufig und wirft den Gegner gelegentlich zu Boden. 

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Schläge und Tritte

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Hebel

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Zu Boden bringen

Kenpo ist ein modernes System…

…das traditionell unterrichtet wird

Kenpo nutzt den Aufbau und die Lehrmethoden traditioneller Systeme und verbindet sie mit den aktuellen Erkenntnissen. So gibt es Formen (Kata) in denen man alleine oder mit einem Partner festgelegte Abläufe trainiert. Allerdings sind diese Formen kein Selbstzweck. Jede Form hat ein Thema, eine Idee die da hinter steht. Die Konzepte die hier vermittelt werden können direkt auf andere Bereiche des Trainings inklusive Freikampf übertragen werden. Das kommt zum einen daher, dass die Bewegungen immer eine klar definierte Anwendung haben.

Bewegungen und Übungen im Kenpo haben immer einen Sinn. Man macht Dinge nie, “weil man sie schon immer so gemacht hat.”

Das Besondere

Die Abstammung von den Chinesischen Stilen merkt man Kenpo stark an. Bewegungen werden mit dem ganzen Körper ausgeführt und stehts auf eine natürliche Weise. Dadurch können auch zierlichere Personen mit etwas Übung einen ziemlichen Dampf in ihren Aktionen entwickeln. Und wichtiger noch: Kenpo macht Spaß. Oft geht man nach einem stressigen Tag nicht ganz so gut gelaunt ins Training, um am Ende mit einem breiten Lächeln aus der Halle zu Laufen. Durch die natürlichen Bewegungen erwischt man sich nach einiger Zeit des Trainings dabei, wie man  Kenpo ins “normale Leben” einbaut.

Wer Kenpo einige Zeit übt, der beginnt Bewegungen zu verstehen. Es sind immer wieder die gleichen Prinzipien die eine Bewegung kraftvoll, einen Stand stabil oder einen Schlag wirkungsvoll machen. Und teilweise noch wichtiger: Es sind auch immer wieder die gleichen, nicht so guten Angewohnheiten, die einen sabotieren. Haltung und Ausrichtung sind hier an erster Stelle, aber auch dicht gefolgt von einem Verständnis der Bewegung.

Das Training

Kenpo hat drei Säulen: Selbstverteidigungstechniken, Freies Kämpfen ( Sparring ) und Formen.

  • Bei der SV wird ein möglichst erfolgsversprechendes Verhalten in definierten Verteidigungssituationen gedrillt
  • Im Kenpo ist das frei Kämpfen ein fester Bestandteil. Eine Auseinandersetzung ist lebendig, keine Begegnung läuft so ab, wie die davor. Darum ist dies ein wichtiger Teil des Trainings
  • Formen sind festgelegte Bewegungsabläufe. Sie dienen dazu, Idealformen der Bewegung zu üben und Prinzipien zu vermitteln.

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Selbstverteidigung

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Sparring

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Form

Neugierig?

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Das Training findet zu folgenden Zeiten statt:

Montag, 20:00 – 21:30
Donnerstag, 20:00 – 21:30

Jeweils im
FunSportZentrum Kornwestheim
Bogenstraße 35
70806 Kornwestheim

FunSportZentrum Kornwestheim

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